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09.04.2020

Betriebliche Suchtprävention in der Praxis: Teil 3

Es ist durch die vergangenen Blogs bereits deutlich geworden, dass der Weg zu einer wirklich sehr durchdachten Suchtprävention im Unternehmen komplexe Anforderungen mit sich bringt. Es sollte kein Prozess sein, der irgendwann durch eine Betriebsvereinbarung einfach zu Papier gebracht und abgeschlossen wurde, sondern es muss darauf geachtet werden, dass man diesen kontinuierlich reflektiert, überdenkt und hinterfragt und schließlich durch moderne zeitgemäße Maßnahmen umsetzt.

Es liegt an der Führungskraft

Präventive Suchtmaßnahmen im Unternehmen benötigen einen deutlichen und einvernehmlichen Leitgedanken im Umgang mit suchtbetroffenen Menschen und diesen Leitgedanken kann man durchaus an das Leitbild eines Unternehmens anpassen oder das Leitbild, sofern vorhanden, analog darauf anwenden. Dies hat viel mit Identifikation zu tun und für mich heißt das, dass Suchtprävention ganz oben anfängt! Suchtprävention ist Chefsache! Sie fängt in der Unternehmensführung an und wird dann über alle Instanzen bis nach unten heruntergebrochen. Diese Leitgedanken und überhaupt diese Suchtprävention zu leben, muss im nächsten Step durch die Führungskraft verantwortungsbewusst eingehalten und kompetent umgesetzt werden. Wenn das Ganze eine Alibi-Funktion hat oder einfach als „nice-to-have“ initiiert wird, dann macht es keinen Sinn!

Grundsätzlich kann Suchtprävention im Unternehmen genauso wie ein gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement zum einen Kosten senken, dazu beitragen, dass suchtbedingte Fehltage gesenkt werden und langfristig auch zu einem gesunden und produktiven Unternehmen beitragen.

Wichtig ist die Ganzheitlichkeit und dass man viele weitere Maßnahmen ergänzt. Zusätzlich zu Schulungen können z. B. Webinare, E-Learning-Programme, Filme und Material, das man im Unternehmen zur Verfügung stellt, wie Flyer, durchaus eine sinnvolle Verstärkung für die Suchtprävention im Unternehmen sein.

Suchtprävention für eine positive Unternehmenskultur

Auch ist es so, dass man durch eine ehrliche und offene Unternehmenskommunikation das Verhalten der Mitarbeiter positiv beeinflussen und sich dadurch auch die Betriebskultur zum Guten verändern kann. Eine ehrliche, aufrichtige Unternehmenskommunikation im Umgang mit diesem Thema kann dazu beitragen, dass es langfristig positive Veränderungen gibt und dass das Thema „Sucht“ enttabuisiert wird, denn es ist nach wie vor ein unbeliebtes Thema im Unternehmen, worüber keiner gerne sprechen will. Die Unternehmenskommunikation sollte also dazu genutzt werden das Thema voranzutreiben.

Wenn man dann den Schritt geht und diese Suchtprävention einführt, geht es darum, Verständnis und Fürsorge bei den Führungskräften zu fördern, diese zu unterstützen und sie für Auffälligkeiten bei den Mitarbeitern zu sensibilisieren.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie hier auf meiner Website unter: https://www.business-cor.de/gesundes-fuehren/sucht-am-arbeitsplatz/

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