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30.01.2020

Betriebliche Suchtprävention Teil 1 – Eine wichtige Säule des betrieblichen Suchtmanagements

Müde betritt sie ihr Büro. Am Montag saß sie bereits bis 19 Uhr in der Firma und gestern sogar bis 20 Uhr. Es ist einfach zu viel zu tun und die Papiere stapeln sich. Nach der Arbeit entspannt sie vor dem Fernseher mit ein, zwei Gläsern Wein. Sie denkt: man muss sich ja auch mal was gönnen. Und auch im Unternehmen wird gerne mal ein »Sektchen« getrunken. Sie denken, alles im Rahmen? Ich sage: Alarmstufe rot! Bald schon versucht sie ihren innerlichen Druck mit dem Genuss von Alkohol zu kompensieren…

Sucht im Unternehmen

Beschäftigen wir uns mit Betrieblicher Suchtprävention, so gilt es zunächst einen Blick auf die Problematik an sich zu werfen. Heute ein Termin in Berlin, morgen drei wichtige Meetings im Unternehmen und dann noch die Arbeit, die sich täglich anhäuft… Ein Blick in unsere Terminkalender zeigt: Unsere heutige Arbeitswelt ist geprägt von Erfolgs- und Leistungsdruck, von langen Arbeitszeiten und hohen Anforderungen. Wer erfolgreich sein möchte, muss ein hohes Potenzial an Konzentration und Flexibilität mitbringen. Doch nicht jeder kann diesem Druck standhalten und greift zur Flasche.

Unter diesen Rahmenbedingungen fällt es Arbeitnehmern zunehmend schwer, all diese Anforderungen langfristig auf gesunde Art und Weise zu bewerkstelligen. Es kommt immer wieder zu chronischen Überlastungen oder Konflikten in Team. Und das Ganze mündet schon bald in persönlicher Frustration und innerlicher Kündigung. Diese Faktoren verstärken das Risiko für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout. Aber auch Abhängigkeit oder Suchterkrankungen können daraus resultieren.

Alkohol ist Nummer 1.

Suchtverhalten und -problematiken wie Medikamenten- und Drogenmissbrauch aber auch Verhaltenssüchte, etwa im Umgang mit dem Smartphone oder dem Computer, wirken sich negativ auf die Arbeit im Unternehmen aus. Doch das Nervengift Nummer 1. ist Alkohol.

Eine Studie des Stanford Research Institute (SRI) ergab, dass 5 Prozent aller Arbeitnehmer im Unternehmen und 10 Prozent aller Führungskräfte von Alkohol abhängig sind oder ein problematisches Trinkverhalten aufweisen. Darüber hinaus gibt es noch weitere Zahlen, Daten und Fakten, die dieses Ergebnis untermauern.

Betriebliche Suchtprävention bietet ein wertvolles Instrument, diesem Trend entgegenzusteuern. Lesen Sie im nächsten Blog, warum sie für Unternehmen so wichtig ist und was sie mit Employer Branding zu tun hat.

Mehr Informationen zum Thema erhalten Sie hier auf meiner Website unter: https://www.business-cor.de/gesundes-fuehren/sucht-am-arbeitsplatz/

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