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01.07.2020

Die sieben Säulen der Resilienz: Teil 2

Dreck abklopfen, Krone richten, weiter gehen. In den letzten beiden Blogs haben Sie bereits erfahren, was es mit der Resilienz, also dem Immunsystem der Seele, auf sich hat. Auch haben Sie erfahren, dass diese auf verschiedenen Säulen fußt. Resiliente Menschen sind echte Optimisten und es gelingt ihnen einfacher Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und im Jammertal zu versauern, machen sie weiter, schauen immer gerade nach vorne und sind dabei sehr lösungsorientiert. In die Opferrolle verfallen und sich deshalb von anderen Menschen abhängig machen? Das kommt für resiliente Menschen gar nicht in Frage! Lesen Sie in diesem Blog, was es mit den weiteren Säulen der Resilienz auf sich hat, nämlich mit der Übernahme von Verantwortung, mit Netzwerkorientierung und mit Zukunftsplanung.

Säule 5: Übernahme von Verantwortung

„Das war meine Schuld!“ Wer ein resilientes Verhalten an den Tag legt, der ist auch bereit Verantwortung zu übernehmen. Und dies nicht nur für das eigene Tun, sondern auch für das eigene Nicht-Tun. Denn alles was wir machen und was wir nicht machen hat Konsequenzen. Verantwortung zu übernehmen, bedeutet auch bewusst zu den persönlichen Entscheidungen zu stehen und nicht der Sündenbock für Jedermann zu sein. Die Übernahme von Verantwortung geschieht dabei im eigenen Einflussbereich – Themen außerhalb, die nicht selbst beeinflusst werden können, gehören nicht dazu.
 

Säule 6: Netzwerkorientierung

„Bei dir fühle ich mich wohl!“ Lügner, Diven und Egoisten schrecken resiliente Menschen ab. Sie orientieren sich lieber an Personen in ihrem Umfeld, zu denen sie wohltuende, wertschätzende und ehrliche Beziehungen aufbauen können. Denn ein stabiles soziales Umfeld ist für sie sehr wichtig. Familiäre und freundschaftliche Beziehungen werden gepflegt, denn der soziale Kontakt ist das A und O ebenso wie Empathie. Wer resilient ist, der versucht aus seinen Kontakten keine eigenen Vorteile zu ziehen – die Beziehung zeugt vielmehr von ehrlichem Interesse am Gegenüber und dem aktiven Austausch mit Gleichgesinnten und Leidensgenossen.
 

Säule 7: Zukunftsplanung

„Ich schaffe das!“ Resilienz bedeutet sich gegen die Widrigkeiten des Lebens zu schützen und die eigenen Ressourcen und Entwicklungspotenziale dafür auch realistisch einzuschätzen, egal ob es um die berufliche oder private Zukunftsplanung geht. Der Blick wird nicht in die Vergangenheit gerichtet, sondern in die Zukunft, welche für neue Chancen und Möglichkeiten steht. Resiliente Menschen setzen sich machbare Ziele und reflektieren immer wieder, ob diese im Laufe der Zeit angepasst werden müssen. Sie verfügen außerdem über das Potenzial, aus ihren Träumen und Vorstellungen konkrete Zielstellungen abzuleiten und diese auch in die Tat umsetzen zu können. Motivation, schöpferische Ideen, Eigeninitiative und die persönliche Entwicklung, steht bei resilientem Verhalten im Vordergrund.

Wie Sie sehen, zeichnen sich resiliente Menschen durch ein hohes Maß an Stärke aus. Und auch wenn sie jetzt noch nicht all diese Fähigkeiten besitzen: Resilienz ist erlernbar und kann sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Für eine starke Zukunft.

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