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17.01.2020

Reich, berühmt, erfolgreich … süchtig!

Denken wir an Berühmtheiten, an die Prominenz, so denken wir vermutlich an eine schöne Glitzerwelt, an Geld, pure Lebensfreude und wenig Sorgen. Doch der Schein trügt: Heute wie auch vor Jahrhunderten gab es schillernde Beispiele für stoffgebundene und stoffungebundene Süchte, wie etwa Verhaltenssüchte. Sei es zur Beflügelung der eigenen Kreativität oder als Ausgleich zum öffentlichen und medialen Druck – keiner ist sicher!

Die Top Ten der berühmten Süchtigen

  1. William Shakespeare
    Cannabis. Gehen wir nach dem Klischee, denkt man hier vermutlich an Hippies, an Batikshirts und lange Haare, an Woodstock und an die 70er. Doch bereits William Shakespeare soll der Sucht erlegen sein – so wird vermutet. Entsprechende Hinweise seien etwa in seinem Werk »Othello« zu finden.
     
  2. Ludwig van Beethoven
    Er war ein Meister seiner Zunft und vermutlich der Komponist des Jahrtausends. Doch seine voranschreitende Taubheit machte ihm im Verlauf seines Lebens immer mehr zu schaffen. Seine Krankheit sowie den frühen Verlust seiner Mutter ertränkte er in Alkohol – er war süchtig nach Rotwein.
     
  3. Club 27
    Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison, Kurt Cobain, Amy Winehouse – sie alle waren Musiker, lebten exzessiv, konsumierten Drogen, zelebrierten Sex, Drugs and Rock ‘n‘ Roll und konnten dem öffentlichen Druck nicht standhalten. Sie alle starben, teilweise durch Selbstmord, im Alter von 27 Jahren.
     
  4. Heinrich VIII.
    Anfangs war er ein schöner, sportlicher und vor allem beliebter Herrscher. Doch im Laufe seines Lebens verfolgte ihn das Pech und seine Rolle als Herrscher überforderte ihn. Befriedigung fand er jedoch in ausgiebigen Mahlzeiten. Er hatte einen zügellosen Appetit und frönte der Völlerei. Bald brachte er es auf über 160 Kilo und starb an den Folgen seiner Fresssucht.
     
  5. Friedrich II.
    Er war der Preussenkönig schlechthin und ein genialer Feldherr – jedoch mit Hang zum Tabak. Angeblich fing einst seine Schnupftabakdose eine gegnerische Kugel ab und so konsumierte er das Tabakkraut nahezu ununterbrochen. Es wird sogar gemunkelt er habe dies als Würzmittel für seinen Kaffee verwendet.
     
  6. Uli Hoeneß
    Mal gewinnt man, mal verliert man. Das dachte sich wohl auch Uli Hoeneß. Der Unternehmer und ehemalige Manager des FC Bayern München litt unter einer Spielsucht – oder vielmehr einer Börsensucht. Seine Leidenschaft für das Zocken entstand bereits in seinen frühen Managerjahren. Er spekulierte immer wieder und schloss an manchen Tagen sogar bis zu 100 Börsendeals ab.
     
  7. Die Wikinger
    Sie sind ein historisches Volk und uns als Terrorbande des Mittelalters in Erinnerung: die Wikinger. Glaubt man den Sagen wurde viel gesungen, gedichtet, getanzt und getrunken. Unter den Menschen verbreiteten sie Angst und Schrecken. Die Berserker schienen ihre Gegner einfach vor lauter Wut zu überrennen. Ihren übermäßigen Mut erhielten sie jedoch wohl von ihrer Sucht nach Rauschgift, in Form von Pilzen.
     
  8. Hermann Göring
    Er war der zweite Mann im deutschen Reich, strebte nach Macht, Reichtum und Popularität. Adolf Hitler übertrug ihm schon bald den Aufbau der Sturmabteilung, doch im Gefecht kam es dann zum Unglück. Er erlitt eine Oberschenkelverletzung, die mit Morphium behandelt wurde. Eine Sucht entstand und trieb ihn in späteren Jahren sogar in die Nervenheilanstalt.
     
  9. Elisabeth Amalie Eugenie, Herzogin in Bayern
    Sie ist die Kultkaiserin schlechthin und besser bekannt als: Sissi. Gerne erinnert man sich an ihre makellose Schönheit. Doch die kam nicht von allein. Sissi machte täglich Fitness, folgte einem fast krankhaften Bewegungswahn und strikten Ernährungsplänen: Orangendiät, Milchdiät, und und und. Doch auch ihre Magersucht konnte ihre Jugend nicht aufrechterhalten und so litt sie zuletzt an starken Depressionen und Stimmungsschwankungen.
     
  10. Giacomo Girolamo Casanova
    Er ist wohl der größte Verführer aller Zeiten. In seinen Memoiren hat er seine Liebschaften für die Ewigkeit festgehalten. Bei den zahlreichen Damen punktete er durch seine Kraft, seine Ausdauer, seinen Charme und Humor. Um Frauen um den Finger zu wickeln, bediente er sich der Manipulation seines Gegenübers und seiner Menschenkenntnis. Seine ausgeprägte Sexsucht jedoch gab ihm auch den Ruf des Lüstlings und Wüstlings.

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