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28.03.2019

Sucht am Arbeitsplatz – Gefahr für die Arbeitssicherheit

Ein Gläschen Wein bei dem gemütlichen Fernsehabend auf der Couch oder die zwei Bier mit den Freunden beim gemeinsamen Ausklingen des Tages – Alkohol wird in der Freizeit konsumiert. Aber was, wenn nicht? Was, wenn der Alkoholkonsum sich auch auf den nächsten Tag auswirkt? Was, wenn der Konsum regelmäßiger wird und die Sucht eintritt? Dann ist nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern auch die Arbeitssicherheit in Unternehmen gefährdet. Doch nicht nur der Griff zum Alkohol kann die Arbeitssicherheit bedrohen, auch die Sucht nach anderen Drogen, Spielsucht, Kaufsucht, Wettsucht und Online- wie Mediensucht haben tiefgreifende, negative Auswirkungen.

Wer denkt, dass sich das Thema Sucht nur auf den privaten Kontext beschränkt, der irrt in den meisten Fällen. Denn wenn Menschen süchtig sind, wirkt sich das auch auf das berufliche Umfeld aus. In Unternehmen besteht immer die Möglichkeit, auf Kolleginnen oder Kollegen zu treffen, die entweder gefährdet sind – also ein problematisches Suchtverhalten an den Tag legen –, die süchtig sind oder die eine Sucht erfolgreich besiegt haben, also süchtig waren.

Wie spreche ich das Thema an?

Eine häufige Frage, die sich damit Konfrontierte oft stellen, ist: Wie spreche ich es an? Und manchmal noch viel wichtiger: An wen wende ich mich? Denn niemand möchte gerne seinen Kollegen oder seine Kollegin in die Pfanne hauen. Besonders dann nicht, wenn zu dem Kollegen oder der Kollegin ein freundschaftliches, vertrautes Verhältnis besteht. Und wenn dann noch eine Führungskraft involviert ist, haben wir es mit einer besonderen Krux zu tun. Denn wie kann man das Thema nun ansprechen und an wen kann man sich wenden?

Konfrontieren Sie den Betroffenen mit den Auffälligkeiten, äußern Sie als Vorgesetzter die erwarteten Verhaltensänderungen, zeigen Sie alle Konsequenzen bei weiterer Missachtung auf und sprechen Sie ein Angebot von Hilfe aus.

Betriebliche Suchtprävention immer wichtiger

Für Unternehmen nimmt die betriebliche Suchtprävention einen immer höheren Stellenwert ein. Denn der Gebrauch und Missbrauch von Suchmitteln hat fatale Folgen – für die Einzelnen, aber auch das Unternehmen im Gesamten: Sucht am Arbeitsplatz erhöht das Unfallrisiko, gefährdet die Sicherheit im Arbeitsumfeld, führt zu erhöhten Fehlzeiten und schränkt die Leistungsfähigkeit ein. Zahlen von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. – https://www.dhs.de – am Beispiel von Alkohol bestätigen das: Etwa 5 % der Arbeitnehmer sind alkoholabhängig, bei Führungskräften sind rund 10 % alkoholabhängig. 10 % der Arbeitnehmer sind problematisch Konsumierende.

Problematisch Konsumierende fehlen 16 Mal häufiger als andere, fehlen 2,5 Mal häufiger 8 Tage am Stück und erleiden 3,5 Mal häufiger Arbeitsunfälle. Alarmierend. Besonders gefährdet seien die Branchen Gastronomie und Seefahrt.

Wenn auch Sie das Thema Sucht am Arbeitsplatz und Suchtprävention in Ihrem Unternehmen angehen wollen, zögern Sie nicht länger. Und holen Sie sich dafür einen Experten ins Haus.

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